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Lagerautomatisierung bei R2BIKE: Anbindung von Modula-Liften an JTL

Wie lassen sich moderne Liftanlagen sinnvoll in bestehende Lagerprozesse mit JTL-Wawi integrieren? Am Beispiel von R2BIKE, einem spezialisierter Onlinehändler für hochwertige Fahrradkomponenten und Zubehör mit Sitz in Dresden Niedersedlitz, zeigen wir, wie Modula-Lifte, Autostore und Hochregal zu einem durchgängigen System zusammengeführt werden. Entscheidend ist dabei nicht nur die technische Anbindung, sondern das Zusammenspiel der Prozesse im JTL-WMS. Erfahre, wie durch die richtige Kombination aus Systemen und Abläufen Effizienz, Transparenz und Skalierbarkeit im Lager entstehen.
R2BIKE Referenz Grafik

Was du in diesem Beitrag erfährst

Wie werden Modula-Liftanlagen an JTL-Wawi angebunden?
Du erfährst, wie eine leistungsstarke Schnittstelle zwischen JTL-WMS und Liftsystemen funktioniert und warum JTL dabei das führende System bleibt.

Warum ist Liftanbindung immer auch ein Prozessprojekt?
Wir zeigen, warum nicht die Technik, sondern die Analyse der Lagerprozesse über den Erfolg der Integration entscheidet.

Wie arbeiten Autostore, Modula, Hochregal und Liftanlagen optimal zusammen?
Du lernst, wie unterschiedliche Lagerbereiche sinnvoll kombiniert werden und welche Artikel in welchem System am besten aufgehoben sind.

Wie lassen sich Pickprozesse im JTL-WMS optimieren?
Am Beispiel R2BIKE erklären wir, wie Klicks reduziert, Wege verkürzt und Abläufe effizienter gestaltet werden.

Welche zusätzlichen Mehrwerte entstehen durch die Integration?
Du siehst, wie Transparenz über Tablare, Artikel und Auslastung den Lageralltag vereinfacht und Entscheidungen beschleunigt.

Wie skalierbar ist eine solche Lösung?
Wir zeigen, wie sich weitere Liftanlagen und Systeme auf Basis einer bestehenden Struktur einfach integrieren lassen.

R2BIKE stand vor der Aufgabe, neue Modula-Liftanlagen in eine bereits gewachsene Lagerstruktur mit JTL-Wawi, JTL-WMS, Autostore und Hochregal zu integrieren. Ziel war es nicht nur, zusätzliche Lagerkapazität zu schaffen, sondern die Lifte so einzubinden, dass sie nahtlos in die bestehenden Prozesse greifen und den Materialfluss im Lager effizienter machen. Dafür wurde snafu beauftragt: Als JTL-Servicepartner mit Erfahrung in der Anbindung automatisierter Lagersysteme sollte snafu eine Lösung entwickeln, die Technik, Prozesse und Arbeitsweise im Lager optimal miteinander verbindet.

Die Herausforderung: Modula-Lifte in bestehende JTL-WMS-Prozesse integrieren

Die Herausforderung in diesem Projekt lag nicht allein in der technischen Anbindung der Modula-Lifte an JTL-Wawi und JTL-WMS, sondern vor allem in der Integration in eine bereits komplexe Lagerstruktur. Bei R2BIKE greifen Autostore, Hochregal, bestehende Versandprozesse und unterschiedliche Pickstrategien ineinander.

Damit die neuen Modula Liftanlagen hier sinnvoll unterstützen, hat snafu zunächst die bestehenden Prozesse vor Ort analysiert: Wie laufen Mischaufträge ab? Wo entstehen Wartezeiten? Wie bewegen sich die Mitarbeitenden durch das Lager? Welche Klickwege gibt es? In Workshops mit dem Kunden wurden diese Abläufe gemeinsam durchgesprochen und die Anforderungen konkretisiert. Dabei ging es auch um grundlegende Fragen wie: Soll der Fokus auf maximaler Geschwindigkeit oder auf zusätzlicher Absicherung durch Mehrfachbestätigungen liegen? Erst auf dieser Basis konnte eine Lösung entstehen, die nicht nur technisch funktioniert, sondern die tatsächliche Arbeitsweise im Lager optimal unterstützt.

Ein zentraler Aspekt dabei war auch, welche Artikel in welchem System am besten aufgehoben sind. Während Autostore mit seiner Kistenlogik besonders für kleinere, standardisierte Artikel geeignet ist, bieten Tablar-Liftsysteme wie Modula Vorteile bei größeren, schwereren oder unterschiedlich geformten Produkten. Gleichzeitig ermöglichen sie eine effizientere Nutzung der Hallenhöhe und damit der vorhandenen Lagerfläche. Ziel war es daher nicht, Systeme zu ersetzen, sondern sie so zu kombinieren, dass jeder Lagerbereich seine Stärken optimal ausspielt.

Ansichten der neuen Modula Lifte bei R2BIKE

Die Lösung: Individuelle Schnittstelle zwischen JTL-WMS und Modula-Lift

Auf Basis der gemeinsam mit R2BIKE definierten Prozesse hat snafu eine individuelle, leistungsstarke Schnittstelle zwischen JTL-WMS und den Modula-Liftanlagen entwickelt. Ziel war es, JTL als zentrales führendes System beizubehalten und gleichzeitig die Lifte nahtlos in die bestehenden Abläufe zu integrieren.

Die Schnittstelle sorgt dafür, dass Bewegungen und Informationen in beide Richtungen übertragen werden: Aktionen im JTL-WMS lösen Befehle im Liftsystem aus, während Statusmeldungen aus den Liften wieder zurück ins System fließen. Dadurch entsteht ein durchgängiger Prozess ohne Medienbrüche, bei dem alle relevanten Informationen direkt im gewohnten Arbeitsumfeld verfügbar sind.

Ein entscheidender Vorteil liegt in der Steuerungslogik: Statt parallel in mehreren Systemen zu arbeiten, können zentrale Prozessschritte direkt im JTL-WMS ausgeführt werden. So hat snafu beispielsweise eine individuelle Anforderung von R2BIKE umgesetzt, bei der das Zurückfahren der Tablare automatisch ausgelöst wird, sobald ein Artikel im WMS bestätigt wurde. Das reduziert manuelle Zwischenschritte und sorgt für einen flüssigeren Ablauf im Picking.

Gleichzeitig bleibt die Lösung flexibel: Je nach Anforderung kann die Prozesslogik angepasst werden, etwa wenn zusätzliche Bestätigungen gewünscht sind, um die Sicherheit zu erhöhen, oder wenn der Fokus auf maximaler Geschwindigkeit liegt. Damit passt sich die Schnittstelle nicht nur technisch an, sondern unterstützt aktiv die gewünschte Arbeitsweise im Lager.

Mehr Transparenz im Lager: Individuelle Dashboards für Tablar-Inhalte, Artikel und Auslastung

Neben der eigentlichen Anbindung der Liftanlagen hat snafu zusätzliche Funktionen entwickelt, die den Arbeitsalltag im Lager spürbar erleichtern. Dazu gehört unter anderem ein intuitives Dashboard, das zeigt, welche Artikel auf welchen Tablaren liegen und wie stark diese ausgelastet sind.

Mitarbeitende können so auf einen Blick erkennen, wo sich Artikel befinden, welche Plätze noch verfügbar sind und wie die aktuelle Verteilung im Lift aussieht. Diese Transparenz ist besonders hilfreich bei der täglichen Arbeit, etwa bei der Planung von Einlagerungen oder beim schnellen Auffinden von Artikeln.

Gerade im Zusammenspiel mit JTL-WMS entsteht dadurch ein echter Mehrwert: Während das WMS die Prozesse steuert, liefert die zusätzliche Visualisierung eine intuitive, schnelle Orientierung im Lager. Informationen wie „voll“, „teilweise belegt“ oder „leer“ sind direkt sichtbar, ohne dass einzelne Lagerplätze im Detail geprüft werden müssen.

Solche Erweiterungen zeigen, dass es bei der Liftanbindung nicht nur um die technische Integration geht, sondern auch darum, Prozesse verständlicher und effizienter zu machen. Individuelle Zusatzentwicklungen wie diese entstehen häufig direkt aus der Praxis heraus und lassen sich flexibel an die Anforderungen des jeweiligen Lagers anpassen.

Ergebnis: Produktiver Einsatz und skalierbare Lagerstruktur mit JTL-WMS

Die angebundenen Modula-Liftanlagen sind bei R2BIKE produktiv im Einsatz und vollständig in die bestehenden Prozesse mit JTL-Wawi und JTL-WMS integriert. Artikel aus unterschiedlichen Lagerbereichen lassen sich effizient zusammenführen, und die Lifte fügen sich nahtlos in den bestehenden Materialfluss ein.

Durch die klare Prozessdefinition und die zentrale Steuerung über JTL-WMS konnten Abläufe vereinfacht und manuelle Zwischenschritte reduziert werden. Gleichzeitig sorgt die Kombination aus Autostore, Hochregal und Liftanlagen dafür, dass jeder Lagerbereich sowohl in Bezug auf Geschwindigkeit als auch auf Raumausnutzung optimal genutzt wird.

Ein weiterer Vorteil zeigt sich in der Skalierbarkeit der Lösung: Zusätzliche Liftanlagen lassen sich auf Basis der bestehenden Struktur deutlich einfacher und binnen kürzester Zeit anbinden und in die Prozesse integrieren. Bei R2BIKE sind bereits weitere Modula-Lifte geplant, die auf der vorhandenen Logik aufbauen und in den kommenden Wochen angebunden werden.

Lagerautomatisierung mit snafu: Erfahrung aus Projekten mit Hänel, Autostore und Modula

Die Anbindung von Liftanlagen und automatisierten Lagersystemen an JTL-Wawi erfordert nicht nur technisches Know-how, sondern vor allem Erfahrung aus realen Projekten. snafu bringt genau diese Erfahrung mit – aus unterschiedlichen Lagerkonzepten und Systemlandschaften.

So wurde beispielsweise bei HT Connect ein umfangreiches Projekt mit Hänel-Liften umgesetzt, bei dem mehrere Liftanlagen in die Lagerprozesse integriert und mit JTL-WMS verbunden wurden. In einem ausführlichen Blogbeitrag und Video zeigen wir, wie diese Lösung aufgebaut ist und welche Vorteile sie im täglichen Betrieb bringt. Hier geht es zum Blogbeitrag inklusive Video. https://www.snafu.de/automatisierte-lagertechnik-fur-mehr-skalierbarkeit-im-onlinegeschaeft/

Auch im Bereich Autostore verfügt snafu über tiefgehende Projekterfahrung. Gemeinsam mit JTL wurde unter anderem bei Sport Böckmann eine Autostore-Anbindung realisiert. Das Projekt wird in einem YouTube-Video von JTL (https://youtu.be/NJbBPSi6C_c?si=CusnEErHbXR8Q9gE) vorgestellt und gibt spannende Einblicke in die Kombination aus automatisiertem Lagersystem und JTL-Wawi.

Mit der Modula-Anbindung bei R2BIKE kommt nun ein weiteres System hinzu, das zeigt, wie flexibel sich unterschiedliche Lagertechnologien in eine zentrale Prozesswelt integrieren lassen. Entscheidend ist dabei nicht das einzelne System, sondern die Fähigkeit, verschiedene Lösungen sinnvoll miteinander zu kombinieren und in durchgängige Prozesse zu überführen.

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